Herzlich Willkommen auf dieser Website!

Im World-Wide-Web sind Sie auf einer Seite gestrandet, die nur einen Sinn und Zweck kennt: Sie als Lehrende/n oder Lernende/n davon zu überzeugen, Ihre E-Mail-Korrespondenz in Zukunft zu verschlüsseln und damit Ihre Privatsphäre und die Privatsphäre Ihrer Mitmenschen zu schützen. Hierzu finden Sie Hintergrundinformationen sowie praktische Anleitungen zu Installation und Gebrauch entsprechender Software.

Geben Sie's zu!

Als Edward Snowden die Aktivitäten der Amerikanischen Geheimdienste für alle offen gelegt hatte, wussten auch Sie das alles schon zuvor. Im Grunde war Ihnen immer klar, dass "die" alles mitbekommen, alles und jeden überwachen, ob kriminell oder Otto-Normalbürger. Dass es ohnehin keinen Sinn macht, sich zu verstecken, "die" sind ohnehin besser - und überhaupt: ich habe ja nichts zu verbergen! Sollen "die" doch nur lesen, dass ich Oma Trude Geburtstagsgrüße und meinem Dozenten die Hausarbeit sende oder die Deutsche Forschungsgemeinschaft schnell den Eingang meines Gutachtens bestätigt.

So einfach ist es nicht.

Und das wissen Sie auch (kennen Sie schon alle Vorurteile und Märchen?). Auch wenn Sie "nichts zu verbergen" haben, ist es ein mulmiges Gefühl: wer sind "die", die da sämtlichen Datenverkehr im Internet speichern? Was ist, wenn "die" nicht nur die Geburtstagsgrüße an Oma Trude, sondern auch meine Fragen an den Rechtsanwalt wegen ein paar Steuer"unklarheiten" im letzten Jahr archivieren? Oder die etwas überfreundliche "Einladung" der Studentin Müller, die ich lieber nicht beantwortet habe? Oder das wissenschaftliche Gutachten, in dem ich den Forschungsantrag vom Kollegen Meier zerreiße (ich hatte natürlich gute Gründe, aber von dem Antrag hing sein weiterer Lebensweg ab). Was wäre, wenn irgendwann einmal auch nur ein Teil dieser vielen Hundert E-Mails in die Öffentlichkeit gelangte? Nicht weil die NSA sie freigegeben hätte, sondern weil ein 17-jähriger "Skriptkiddie" den Server des Instituts oder meinen Heim-PC kompromittierte (nur so zum Spaß)?

Schließen Sie Ihre Wohnung beim Verlassen ab?

Warum eigentlich? Wenn Sie eine unverschlüsselte E-Mail versenden, geben Sie im gleichen Zug der Welt Zutritt zu Ihrer Wohnung, zu Ihrem Safe, zu Ihrem Tagebuch, zu Ihrer Lebensgeschichte. In der analogen Welt würden Sie "die" in Ihrer Wohnung sehen, und Sie würden Ihnen die Türe weisen, Sie kennen Ihre Rechte! In der virtuellen Welt sehen Sie nur das Ergebnis, wenn "die" mit ihrer Arbeit fertig sind. Da kommen Ihre Rechte zu spät. Das Internet vergisst nie, das wussten Sie schon vorher. Es vergisst auch Sie nicht.

Haben Sie jetzt ein schlechtes Gewissen?

Das ist kein Problem. Mit einem schlechten Gewissen lebt es sich noch immer gut. So wie Ihnen geht es dem Großteil der Bevölkerung, die "keine Angst vor NSA & Co" hat und ihre persönlichen Nachrichten auch weiterhin als Postkarte versendet. Sie hoffen einfach weiterhin, dass die Daten, die von ihnen gespeichert werden, niemals in falsche Hände gelangen. Nie missinterpretiert werden, nie gegen sie verwendet werden (auch wenn das in der Vergangenheit schon oft geschehen ist). Dass niemand die Wohnung betritt, auch wenn die Türe immer offen steht. Ist das Ihre Vorstellung von einem aufgeklärten, selbstbestimmten Leben?

Nein, Sie schließen jetzt die digitale Tür.

Die Verschlüsselung von E-Mails ist kein Hexenwerk. Sie haben gelernt, mit dem "Personal Computer" umzugehen oder Auto zu fahren. Informieren Sie sich. Nutzen Sie die Anleitungen auf dieser Seite, gewinnen Sie die Kontrolle über Ihre Datensicherheit zumindest für Ihre E-Post zurück! Und melden Sie sich, wenn Sie Fragen haben!